Eine  kurzer Blick zurück in die Geschichte

Eine Kirche wird zuerst in der Obernkirchener Urkunde des Mindener Bischofs Werner vom 10. Februar 1167 erwähnt. Vermutlich stand aber schon lange vorher eine Kirche in Vehlen, dies legt jedenfalls ein Ablassbrief aus dem Jahre 1495 nahe, der darauf verweist, dass die erste Kirche in Vehlen Johannes dem Täufer geweiht war. Eine solche Taufkirche konnte durchaus für einen Umkreis von 30 bis 50 km zuständig gewesen sein. In jedem Falle deutet das Johannes-Patrozinium auf ein sehr hohes Alter hin und es wird davon ausgegangen, dass auch schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes Vehlen im Jahre 1055 hier schon eine Kirche existiert hat.

Die alte Kirche zu Vehlen (1903 abgerissen)

Die alte Kirche zu Vehlen (1903 abgerissen)

 

Innenansicht der alten Kirche

Innenansicht der alten Kirche

 

Im Jahre 1903 wird die alte, romanische Kirche in Vehlen abgebrochen. Sie war zu klein geworden und konnte nicht beheizt werden. Der Überlieferung zu Folge saß man schlecht und die Frauen stießen aufgrund der Enge mit den Flügelhauben ihrer Bückeburger Tracht aneinander. Die neue Kirche wurde im neogotischen Stil von 1903 bis 1906 errichtet. Aus der alten Kirche stammen noch der Taufstein von 1670, ein Leuchter von 1691 und eine Bronzeglocke (1777).

Kirchenfenster über dem Eingangsportal: Der segnende Jesus

Kirchenfenster über dem Eingangsportal: Der segnende Jesus

 

Das Kirchspiel umfasste Anfang des 20. Jahrhunderts die Schulorte Vehlen, Achum und Widdensen, ferner Ahnsen-Neumühlen, Bergdorf (gehört heute zu Bückeburg), Deinsen, teilweise Echtorf, Neuseggebruch und Schierneichen (nämlich Nummer 1,2,3,7,9,13,14,16,17,18,20 und 22; alle übrigen gehörten zu Meinsen).